E Bike Tuning Glossar
Glossar E-Bike Tuning
In diesem Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um E-Bikes, Motorsysteme, Sensorik und Tuning. Gerade bei modernen Antrieben ist die exakte Unterscheidung zwischen Motor, Display, App, Sensorprinzip und Systemarchitektur entscheidend, um die passende Tuning-Lösung auszuwählen.
Schnellnavigation zum Glossar:
Wichtige Orientierung
Beratungs- und Support-Regeln |
Warnungen |
BDU-Kennung |
BES2 / Bosch Gen2-4 |
BES3 / Bosch Smart System |
eBike Flow App |
Felgenmagnet |
ABS |
e-Shift |
Firmware & Firmware-Updates |
Lieferzeit / Versand |
MasterMind TCU |
Smart Gateway Software |
E-Tube Port |
Giant SyncDrive |
Kalibrierung |
Interface X
A–D
20-km/h-Sperre (E-Scooter) |
ABS |
Alternative Mode (VOLspeed) |
BDU-Kennung |
BES2 / Bosch Gen2-4 |
BES3 / Bosch Smart System |
Boost Buddy App (Badass Box) |
Bosch Fehler 503 |
Bosch Fehlermeldung 504 |
Bosch Fehler 523001 |
Bosch Fehlermeldung 524001 |
Bosch Fehlermeldungen |
B.Tuning (SpeedBox) |
Controller (E-Scooter Tuning) |
Custom Speed Limit (SpeedBox) |
DAMP-Mode (MBIQ) |
Dauerleistung |
Di2 |
Dongle |
DualBattery |
Dynamic Mode (VOLspeed)
E–H
E-Tube Port |
eBike Flow App |
e-Shift |
Felgenmagnet |
Field Enhancement / FEET (Badass Box) |
Firmware & Firmware-Updates |
FIT |
Freeze-Wert (MBIQ) |
Gasgriff |
Giant SyncDrive |
Giant Fehlermeldungen |
Hardware |
App-Modus / Hidden Mode (SpeedBox) |
Hybrid-Modus (MBIQ)
I–M
Interface X |
Kalibrierung |
Kontaktloses Tuning (Badass Box) |
Korrekte Werte |
Leistung |
Geschwindigkeitssignal |
Lieferzeit / Versand |
MasterMind TCU |
Maximale Geschwindigkeit |
MBIQ-P / MBIQ-S / MBIQ-CC (MBIQ) |
Motion Programming (MBIQ) |
Motor Lock (SpeedBox) |
MSO / Normal / Still On (PearTune)
N–S
Nabenmotor |
Notlaufmodus |
Parametrierung (MBIQ) |
Passives Tuning (MBIQ) |
Personal Activation Code (VOLspeed) |
Reichweite / Restreichweite |
RedPed App (RedPed) |
Remote Control / 4.0 / 5.0 (PearTune) |
Sensor Tuning |
Service Menu (PearTune) |
Shimano |
Shimano Logik |
Shimano Fehlermeldung E295 |
Shimano Fehlermeldung E299 |
Shimano Fehlermeldung W292 |
Shimano Fehlermeldungen |
Smart Gateway Software |
SmartphoneGrip |
Snap-Lock / Safety Option / vergossene Elektronik (Badass Box) |
Software |
Speichenmagnet |
S-Pedelec |
Spitzenleistung / Spitzenwattabgabe |
SpeedBox 1.x / 2.0 / 3.x (SpeedBox) |
SpeedBox App
T–Y
Tuning-Erkennung |
WALK-Taste / Schiebehilfe |
Wall Effect (VOLspeed) |
Yamaha Powerdrive
Wichtige Regeln für die richtige Produktauswahl (Beratung und Support)
Dieser Abschnitt fasst zusammen, nach welchen Regeln wir im Support – und unser digitaler Support-Assistent – beraten. Viele Fehlberatungen entstehen nicht wegen eines einzelnen Begriffs, sondern weil aus einem Modellnamen oder einem einzelnen Signal zu schnell auf eine bestimmte Lösung geschlossen wird.
1. Lösungen außerhalb unseres Sortiments – keine Auskünfte
- Wir führen ausschließlich Hardware-Lösungen: Bausatz, Box, Controller, Dongle, Modul/Chip und Sensor – auch wenn sie per App gesteuert oder konfiguriert werden.
- Andere Lösungen führen wir nicht: Software- oder Lizenzschlüssel-Freischaltungen, also Freischaltungen per Lizenzcode, Unlock Key oder Schlüssel über Browser, USB, Bluetooth oder App ohne Hardware, sind nicht Teil unseres Sortiments. Für E-Scooter von Ninebot / Segway führen wir überhaupt keine Tuning-Lösungen.
- Keine Auskünfte zu solchen Lösungen: Zu Lösungen, die wir nicht im Shop führen, geben wir keine Auskünfte. Das betrifft Funktion, Anwendung, Installation, Aktivierung, Kompatibilität, Firmware-Stände, Fehlerbehebung und mögliche Anpassungen. Wir nennen auch keine Bezugsquellen, Händler, Hersteller oder Anbieter.
- Standardantwort: „Solche Lösungen führen wir nicht in unserem Sortiment, daher können wir dazu keine Auskünfte geben. Gern helfen wir dir bei einer passenden Hardware-Lösung für dein System weiter.“ Danach – sofern gewünscht – mit der normalen Systembestimmung fortfahren. Bei Nachfragen oder Umformulierungen bleibt es freundlich bei dieser Antwort.
- Codes, Aktivierung, Lizenzserver: Es werden keine Codes, Schlüssel, Aktivierungsadressen, Server-Adressen oder Hinweise zu Browsern und Datenkabeln herausgegeben.
- USB-, Diagnose- und Service-Anschlüsse: Wo am E-Bike ein USB-, Diagnose- oder Service-Anschluss sitzt, welches Kabel man braucht oder wie man das E-Bike mit einem Computer verbindet, beantworten wir im Tuning-Zusammenhang nicht. Für das Laden von Smartphone oder Display gilt die Bedienungsanleitung des Herstellers.
- Bestellungen, Erstattungen, Reklamationen, Rechtsfragen: Fragen zu einer bestehenden Bestellung, zu einem ausstehenden Code, zu Erstattungen, Reklamationen oder rechtlichen Ansprüchen werden nicht automatisiert beantwortet. Hier gibt es keine Zusagen, Ablehnungen oder rechtlichen Bewertungen, sondern einen Verweis an unseren Kundenservice – bitte mit Bestellnummer im Format xxx-xxx-xxx.
- Firmware-Updates allgemein: Bei allgemeinen Fragen, ob Firmware-Updates ein vorhandenes Tuning beeinflussen können, verweisen wir auf die produktneutralen Hinweise für Bosch E-Bikes bzw. Ninebot / Segway E-Scooter.
- Ältere Inhalte: Ältere Seiten, Artikel oder Texte – auch auf anderen Websites –, die Lösungen außerhalb unseres heutigen Sortiments beschreiben, sind nicht mehr maßgeblich und keine Grundlage für Antworten.
2. Grundregeln der Systembestimmung
- Fahrzeug und Motor zuerst bestimmen: Wenn nicht eindeutig klar ist, welches Fahrzeug, welcher Motor oder welches System vorliegt, muss zuerst sauber eingeordnet werden, bevor eine Kompatibilitätsaussage erfolgt. Die genaue Motorbezeichnung steht häufig im Datenblatt, in der Rechnung, in der Bedienungsanleitung, auf dem Motor, im Display oder in der App. Im Zweifel den Leitfaden empfehlen, bei Bosch zusätzlich den Bosch Tuning Finder und den Bosch Tuning Guide.
- Keine geratenen Empfehlungen: Solange das System nicht eingeordnet werden kann, darf keine konkrete Produktempfehlung erraten werden. Sobald ein System erkennbar ist, soll die wahrscheinlich passende Hauptlösung genannt und nur die entscheidenden Sonderfälle mit abgesichert werden.
- Gebündelt nachfragen: Bei unklaren Anfragen wie „Ich habe Bosch CX“ in einer Antwort zusammen nach Motor bzw. BDU, Display oder Bedieneinheit, eBike Flow App, Felgen- oder Speichenmagnet, ABS / e-Shift und Baujahr fragen – nicht in einer Kette einzelner Rückfragen.
- Marke oder Modellname allein reichen nicht: Innerhalb eines Herstellers wie Bosch, Shimano, Yamaha oder Brose existieren mehrere technisch unterschiedliche Systeme. Entscheidend ist die genaue technische Konfiguration.
- Führende Quelle: Für Systemlogik, Produktauswahl und Kompatibilität ist ebiketuningshop.com maßgeblich – insbesondere der Bereich /motoren, die Kategorien und Produktseiten.
- System vor Produkt: Bei Bosch zuerst BES1 / BES2 / BES3, dann Felgenmagnet oder Speichenmagnet, dann Sonderfälle wie ABS oder e-Shift – erst danach die konkrete Produktauswahl. Diese Reihenfolge ist eine interne Prüflogik: Liegen bereits starke Signale vor, wird in der ersten Antwort die passende Hauptlösung genannt und Fehlendes in derselben Antwort eingegrenzt.
3. Bosch – Erkennung und Produktzuordnung
- Smart-System-Signale (BES3): eBike Flow App, eckiger Ladestecker, Kiox 300 / 500, Kiox 400C, Intuvia 100, Purion 200 / 400, LED Remote, System Controller, Mini Remote, BDU31xx, BDU33xx, BDU34xx, BDU37xx, BDU38xx oder Modelljahr ab 2022.
- BES2-Signale: runder Ladestecker, keine Flow App, Purion (ohne Zusatz), Intuvia (ohne „100“), Kiox (älteres Modell BUI330), Nyon, SmartphoneHub, BDU250 / 310 / 330 / 350 / 365 oder BDU450 (Gen4). „Kiox“ ohne Zusatz ist meist das ältere Modell – im Zweifel nach Flow App oder Ladestecker fragen.
- Bosch Gen1 (Classic, BES1): Lösungen unter Bosch Classic (Gen1), etwa Sx2 Dongle, sIMPLEk oder Badass Box 4.
- Bosch Gen2 / Gen3 (BES2): Top-Empfehlung VOLspeed V4 / V3, außerdem RedPed 3, PearTune MSO, SpeedBox 3.0, Badass Box 4, sIMPLEk und MBIQ – unter Bosch Gen2 & Gen3.
- Bosch Gen4 (BES2, BDU450): Top-Empfehlung VOLspeed V4, außerdem RedPed 3, PearTune MSO 4.0, SpeedBox 3.0 und Badass Box 4 – unter Bosch Gen4.
- Bosch Smart System / BES3 mit klassischem Speichenmagnet: Top-Empfehlung VOLspeed V2, außerdem PearTune MSO 4.0 V2 und MTT SmartChip V2; Übersicht unter Bosch Smart System Tuning.
- Bosch Gen5 (aktuelle CX, BDU38): PearTune MSO 4.0 V2 oder VOLspeed V2; Übersicht unter Bosch Gen5 Tuning.
- Bosch Smart System mit Felgenmagnet: Lösungen, die mit dem originalen Felgenmagneten arbeiten – etwa VOLspeed V2 Felgenmagnet, SpeedBox 1.2–1.6 (je nach BDU37, BDU38 oder SX) oder Badass Box 5; Übersicht unter Bosch Felgenmagnet Tuning.
- ABS und e-Shift: Keine pauschale Empfehlung. Die Kompatibilität wird individuell geprüft – dazu Modell, Baujahr, BDU-Kennung und Fotos an den Support senden lassen.
- Anzeige ehrlich beschreiben: Beim Bosch Smart System weicht die Anzeige von Geschwindigkeit und Strecke bei Hardware-Tuning im getunten Bereich ab. Es darf keine Lösung mit korrekter Anzeige für BES3 in Aussicht gestellt werden.
- Bosch-Generationen nicht vermischen: Gen1 gehört nicht zu BES2 oder BES3, Gen2 und Gen3 gehören nie zum Smart System, Gen5 gehört nie zu BES2. Nur bei Gen4 muss zwischen BES2 (BDU450) und Smart System (BDU374x) unterschieden werden.
- BDU37 und BDU38 (auch verkürzte Angaben wie BDU37xxxx oder BDU374x) sind immer Bosch Smart System / BES3 und keine Bestellnummern. Performance Line PX ist nicht automatisch Gen4 / BES2. Felgenmagnet gehört immer zum Smart System.
- Bosch-Versionsnummern: Angaben wie 19.13.0 betreffen die Drive Unit (Motor-Firmware); Firmware-Generation 19 bei Display, Remote oder Controller ist nicht automatisch die Motor-Firmware. Für Hardware-Produkte gibt es zu einzelnen Firmware-Ständen keine pauschale Kompatibilitätszusage – maßgeblich sind die Produktseite und der Support.
4. Shimano, E-Scooter und weitere Systeme
- Shimano EP8 vs. EP801 unterscheiden: EP8 / EP800 / EP8-RS und EP801 / EP6 / EP600 sind technisch unterschiedliche Generationen. Ein falsches Tuning-Modul kann Fehlercode E295 und im schlimmsten Fall eine Motorsperre (E299) auslösen. Die genaue Bezeichnung (DU-EP800, DU-EP801, DU-EP600) über die E-Tube App oder das Typenschild prüfen.
- Shimano EP801 / EP6: Nicht pauschal „keine Lösung verfügbar“ sagen – das MBIQ-P ist hier die zentrale Lösung. Für EP8 / EP800 stehen Splug, PearTune und RedPed im Vordergrund.
- Ninebot / Segway: Für Ninebot- und Segway-E-Scooter führen wir keine Tuning-Lösungen – unabhängig vom Modell. Auch falsch geschriebene Anfragen wie „ninbeot“, „segwai“ oder Modellkürzel wie G30, F65 oder ZT3 sind so einzuordnen. Unsere E-Scooter-Lösungen für andere Marken findest du unter E-Scooter.
- Xiaomi: Für Xiaomi E-Scooter führen wir den EdisonEvo SpeedMaster, siehe Xiaomi Tuning.
- Nicht jedes Fahrzeug ist tunebar: Für Hepha sind derzeit keine Lösungen verfügbar, SoFlow-Modelle sind nicht entsperrbar.
5. Allgemeine Antwortregeln
- Keine „Ich weiß nicht“-Antworten: Bei unklaren Eingaben die wahrscheinlichste Bedeutung interpretieren oder gezielt nachfragen – mit Ausnahme der Themen aus Regel 1, zu denen keine Auskünfte erteilt werden.
- Bestellnummer nur im Bestellkontext: Nach der Bestellnummer (Format xxx-xxx-xxx) nur fragen, wenn erkennbar eine bestehende Bestellung, Versand oder Rechnung gemeint ist.
- Fehlercodes neutral erklären: Bei Meldungen wie 504 oder 524001 wird erklärt, was der Hersteller meldet und wie man die Ursache beseitigt. Hinweise, wie sich eine solche Erkennung mit verbautem Tuning vermeiden oder umgehen lässt – etwa über Geschwindigkeiten oder Fahrweise –, geben wir nicht.
- Rechtliche Hinweise immer beachten: Getunte Fahrzeuge sind im öffentlichen Straßenverkehr nicht zulässig. Wir sagen nicht, ein Tuning sei nicht nachweisbar oder nicht erkennbar, und wir geben keine Hinweise, wie ein Tuning vor Kontrollen, Werkstätten oder Herstellern verborgen werden kann. Siehe Warnhinweise.
Warnungen
Tuningmaßnahmen an E-Bikes und E-Scootern – unabhängig davon, ob sie per Software oder per Hardware erfolgen – sind rechtlich und technisch relevant. Die Warnhinweise stellen ausdrücklich klar, dass modifizierte Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr nicht zulässig sind; eine rechtlich zulässige Nutzung kommt grundsätzlich nur auf Privatgelände oder – sofern im Einzelfall zulässig – im Wettbewerb in Betracht. Zudem können Tuningmaßnahmen zu einem Verlust von Gewährleistungsrechten, Herstellergarantien sowie unter Umständen auch des Versicherungsschutzes führen.
Jede Tuningmaßnahme greift in die Funktionsweise des Antriebs- oder Fahrsystems ein. Das gilt ausdrücklich auch für Bauformen wie Boxen oder Dongles, die von außen angesetzt, aufgesteckt oder abnehmbar ausgeführt sein können: Auch wenn solche Lösungen teilweise kontaktlos, äußerlich schnell entfernbar oder vergleichsweise zügig rückbaubar sind, bleibt die technische Tuningwirkung rechtlich und sachlich relevant. Ein schneller Rückbau ändert daher nichts daran, dass zuvor eine Tuningmaßnahme vorlag.
Hardware-Tuning wie Chips, Sensoren, Controller, Dongles, Bausätze oder andere funktional in das Fahrzeug eingebundene Komponenten geht darüber hinaus regelmäßig mit einer physischen Veränderung oder Ergänzung am Fahrzeug einher. Unabhängig von der konkreten Bauform gilt: Eine Entsperrung oder Modifikation kann grundsätzlich theoretisch nachweisbar sein – nicht nur unmittelbar, sondern auch mittelbar, etwa über technische Auffälligkeiten, gespeicherte Daten, Nutzungsprofile oder sonstige Begleitumstände. Aussagen, wonach bestimmte Maßnahmen „nicht nachweisbar“ seien, sind daher unzutreffend und können nicht getroffen werden.
Besondere Vorsicht ist bei Leasing-Fahrzeugen geboten. Dort sind Nutzer und rechtlicher Fahrzeughalter regelmäßig nicht identisch. Eingriffe in ein Leasing-Fahrzeug betreffen daher nicht nur technische und straßenverkehrsrechtliche Fragen, sondern können zusätzlich das Vertragsverhältnis zum Eigentümer oder Leasinggeber berühren. Maßgeblich bleiben in jedem Fall die geltenden Warnhinweise und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Weiterführende Hinweise finden sich unter Warnungen.
20-km/h-Sperre (E-Scooter)
Die 20-km/h-Sperre bezeichnet die gesetzliche bzw. werkseitige Geschwindigkeitsbegrenzung straßenzugelassener E-Scooter in Deutschland. Genau an dieser Schwelle setzen die meisten Tuninglösungen im E-Scooter-Bereich an.
In der Praxis wird zusätzlich häufig eine 10-%-Toleranz erwähnt, aus der sich eine reale Geschwindigkeit von etwa 22 km/h ableiten kann. Diese 22 km/h sind jedoch keine eigene Soll-Grenze, sondern lediglich eine technische bzw. prüfungsbezogene Toleranzgröße.
Davon zu unterscheiden sind einzelne Kinder-E-Bikes, die ebenfalls auf etwa 20 km/h begrenzt sein können. Für diese besteht bei uns jedoch keine eigene Tuning-Kategorie. Siehe dazu auch unsere E-Scooter Produktkategorie.
ABS
ABS steht für Antiblockiersystem. Bei E-Bikes überwacht es das Bremsverhalten und die Raddrehzahlen, damit das Vorderrad beim starken Bremsen nicht blockiert.
Für Tuning ist ABS ein besonders sensibler Sonderfall, weil viele Hardware-Lösungen das Geschwindigkeitssignal verändern. Genau das kann mit der ABS-Logik kollidieren: Bremssystem und Fahrzeugsteuerung arbeiten mit Plausibilitäts- und Drehzahldaten, die möglichst korrekt bleiben müssen.
Deshalb geben wir für E-Bikes mit ABS bewusst keine pauschale Empfehlung, sondern prüfen die Kompatibilität für dein Bike individuell. Schick unserem Support dazu Modell, Baujahr, BDU-Kennung und Fotos der Ausstattung.
Siehe dazu auch Felgenmagnet, BDU-Kennung, BES3 / Bosch Smart System und e-Shift.
Alternative Mode (VOLspeed)
Der Alternative Mode ist ein zusätzlicher Konfigurationsmodus für alternative Einstellungen oder Fahrprofile. Weitere Informationen zu VOLspeed. Verwandt sind auch Dynamic Mode, Wall Effect und Personal Activation Code.
BDU-Kennung (Bosch Smart System)
BDU steht für Bosch Drive Unit. Die BDU-Kennung ist die technische Motorbezeichnung des Bosch-Antriebs und für die Auswahl der richtigen Tuning-Lösung meist wichtiger als Akku-, Display- oder Remote-Bezeichnung. Siehe dazu auch BES3 / Bosch Smart System, Felgenmagnet, ABS und eBike Flow App.
Wichtige Klarstellung: Angaben wie BDU37, BDU37xxxx, BDU37y, BDU374x sowie BDU38, BDU38xxxx oder konkrete Kennungen aus diesen Familien sind im Shopkontext grundsätzlich als Bosch Smart System / BES3 zu behandeln – nicht als BES2. Wer BDU37 oder BDU38 nennt, befindet sich also bereits in der Smart-System-Welt. Eine Ableitung wie „BDU37 = Gen4 = BES2“ ist unzulässig.
Wichtig für die Praxis: Bosch verwendet häufig BDU-Familien mit Platzhalterlogik. Eine Familie wie BDU374Y kann in der Praxis also konkrete Varianten wie BDU3740, BDU3741, BDU3742 oder BDU3743 umfassen.
Wichtig zur Abgrenzung: Angaben wie BDU3740, BDU3741, BDU37 oder BDU38 sind keine Bestellnummern, sondern technische Bosch-Kennungen der Drive Unit. Eine Bestellnummer liegt dagegen üblicherweise im Format xxx-xxx-xxx vor.
- BDU31 = alle Bosch Drive Units, deren Kennung mit 31 beginnt
- BDU33 = alle Bosch Drive Units, deren Kennung mit 33 beginnt
- BDU34 = alle Bosch Drive Units, deren Kennung mit 34 beginnt
- BDU37 = alle Bosch Drive Units, deren Kennung mit 37 beginnt
- BDU38 = alle Bosch Drive Units, deren Kennung mit 38 beginnt
Im Bosch Smart System Umfeld sind insbesondere diese BDU-Familien und BDU-Kennungen relevant:
- BDU314Y = Performance Line SX
- Bekannte Untervarianten: BDU3142, BDU3143, BDU3144, BDU3145
- BDU332Y = Active Line
- Bekannte Untervarianten: BDU3320
- BDU334Y = Active Line Plus
- Bekannte Untervarianten: BDU3340
- BDU336Y = Performance Line
- Bekannte Untervarianten: BDU3360
- BDU346Y = Performance Line
- BDU347Y = Performance Line PX
- BDU374Y = Performance Line CX / Cargo Line (frühere Smart-System-/Gen4-nahe Familie)
- Bekannte Untervarianten: BDU3740, BDU3741, BDU3742, BDU3743
- BDU376Y = Performance Line CX Race Limited Edition
- Bekannte Untervarianten: BDU3760, BDU3761
- BDU378Y = Performance Line Speed
- Bekannte Untervarianten: BDU3780, BDU3781
- BDU384Y = Performance Line CX / Cargo Line (neuere Smart-System-/Gen5-nahe Familie)
- Bekannte Untervarianten: BDU3840, BDU3843
- BDU386Y = Performance Line CX-R
- Bekannte Untervarianten: BDU3863
- BDU388Y = Performance Line Speed
- Bekannte Untervarianten: BDU3880, BDU3883
Regelblock für Bosch Smart System:
- Wenn die Kennung mit BDU37 beginnt (z. B. BDU3740, BDU3741, BDU3742, BDU3743), dann handelt es sich um die BDU37-Familie.
- Wenn die Kennung mit BDU38 beginnt (z. B. BDU3780, BDU3781, BDU3840, BDU3843, BDU3863, BDU3883), dann handelt es sich um die BDU38-Familie.
- Wenn Felgenmagnet vorhanden ist, dann Lösungen prüfen, die mit dem originalen Felgenmagneten arbeiten:
- VOLspeed V2 Felgenmagnet
- SpeedBox 1.2 bis 1.6 je nach BDU37, BDU38 oder SX
- Badass Box 5 und weitere Speziallösungen aus Bosch Felgenmagnet Tuning
- Wenn kein Felgenmagnet vorhanden ist, also klassischer Speichenmagnet bzw. klassisches Smart-System-Signal:
- zuerst VOLspeed V2 (Top-Empfehlung), außerdem PearTune MSO 4.0 V2 und MTT SmartChip V2
- danach die weiteren Lösungen aus Bosch Smart System Tuning
- Wenn ABS / ABS Pro oder e-Shift vorhanden ist: keine pauschale Empfehlung, sondern individuelle Prüfung über den Support.
Wichtig für den Support:
- Verkürzte oder gruppierte Angaben wie BDU37, BDU37xxxx, BDU37y oder BDU374x dürfen nicht pauschal als unzureichend oder inkompatibel behandelt werden.
- Solche Angaben können bereits eine kompatible Produktgruppe beschreiben.
- Wenn ein Produkt laut Produktlogik mit BDU37, BDU37xxxx, BDU37y oder BDU374x kompatibel ist, dann ist z. B. BDU3741 grundsätzlich kompatibel, sofern kein ausdrücklicher Ausschluss oder Sonderfall vorliegt.
- Die genaue BDU ist trotzdem ideal, wenn Ausnahmen, Ausschlüsse oder Sonderfälle geprüft werden müssen.
- Für schnelle Antworten gilt trotzdem: Wenn bereits ein klares Smart-System-Signal wie BDU37 oder BDU38 vorliegt, sollte in der ersten Antwort bereits die passende Smart-System-Lösung bzw. Kategorie genannt werden; Felgenmagnet, ABS und e-Shift werden dann in derselben Antwort mit eingeordnet.
Beispiel für die richtige Auswertung:
Performance Line CX v13.13.1 BDU3743
PowerTube 750 Akku BBP3770
LED Remote BRC3600
Kiox 300 BHU3600
- BDU3743 beginnt mit 37 → also BDU37-Familie
- Damit zuerst nicht Akku oder Display priorisieren, sondern die BDU-Familie.
- Dann prüfen: Felgenmagnet ja oder nein?
- Dann prüfen: ABS / ABS Pro ja oder nein?
- Dann prüfen: e-Shift ja oder nein?
Merksatz: BDU zuerst. Dann Felgenmagnet. Dann ABS. Dann e-Shift. Erst danach Display, Akku und Remote. Siehe dazu auch Felgenmagnet, ABS und BES3 / Bosch Smart System.
BES2 / Bosch Gen2-4
BES2 bedeutet Bosch Entwicklungsstufe 2. Dazu gehören die ältere Bosch-Systemwelt mit Gen2, Gen3 und dem klassischen Gen4 ohne Smart System. Im Shopalltag ist die einfachste Erkennung der runde 4-polige Ladestecker bzw. die entsprechende Ladebuchse. BES2 ist wichtig, weil dafür andere Tuningprodukte gelten als für BES3. Mehr zur technischen Zuordnung findest du auch unter BDU-Kennung. Mehr dazu im Bosch Tuning Guide.
BES3 / Bosch Smart System
BES3 ist das Bosch Smart System. Es wurde ab 2022 eingeführt und ist die vernetzte Bosch-Systemwelt mit eBike Flow App, neuer Steckerarchitektur und neuer Firmware- und Diagnoselogik. Im Alltag erkennst du es am einfachsten an zwei Merkmalen: Flow App und neue Ladebuchse.
Wichtig: BES3 gibt es nicht nur bei Gen5, sondern bereits auf bestimmten Gen4-Basen. Für die genaue Einordnung von Smart-System-Motoren ist die BDU-Kennung entscheidend.
Für die Produktauswahl müssen beim Smart System vor allem BDU, Felgenmagnet, ABS und e-Shift berücksichtigt werden. Bei klassischem Speichenmagnet kommen fest verbaute Module wie VOLspeed V2, PearTune MSO 4.0 V2 oder MTT SmartChip V2 infrage, bei Felgenmagnet die Lösungen aus Bosch Felgenmagnet Tuning. Alle Lösungen findest du unter Bosch Smart System Tuning.
Gut zu wissen: Beim Smart System weicht die Anzeige von Geschwindigkeit und Strecke bei Hardware-Tuning im getunten Bereich ab. Bei ABS oder e-Shift prüfen wir die Kompatibilität individuell.
Boost Buddy App (Badass Box)
Die Boost Buddy App ist die Begleit-App der Badass Box 5. Sie dient als Tacho für die tatsächliche Geschwindigkeit, ermöglicht persönliche Konfigurationen der Box, unterstützt je nach Version Firmware-Updates und hilft dabei, verfälschte Displaywerte des E-Bikes besser einzuordnen. Siehe dazu auch SpeedBox App und RedPed App. Mehr zur Marke Badass Box.
Bosch Fehler 503
503 ist bei Bosch ein Fehler aus dem Bereich der Geschwindigkeitssensorik. Gemeint ist ein Problem bei der Erfassung des Geschwindigkeitssignals. In der Praxis ist dieser Fehler besonders wichtig, weil er häufig im Zusammenhang mit Magnet- und Sensorposition auftritt.
Gerade nach der Montage von sensor- oder magnetabhängigen Tuninglösungen – zum Beispiel bei einer Badass Box oder ähnlichen Produkten – sollte deshalb zuerst die Position von Speichenmagnet und Sensor geprüft werden. Häufig liegt die Ursache nicht in einem allgemeinen Systemdefekt, sondern in einer fehlerhaften Ausrichtung oder einem unpassenden Abstand. Siehe dazu auch Kalibrierung, Speichenmagnet, Sensor Tuning und Bosch Fehlermeldungen.
Bosch Fehlermeldung 504
504 ist bei Bosch BES2 die klassische Meldung bei erkanntem Tuning bzw. unplausiblem Geschwindigkeitssignal. Sie steht für eine erkannte Störung oder Veränderung des Geschwindigkeitssignals. Typische Maßnahmen sind: Magnet prüfen, Sensorabstand prüfen und Tuning entfernen. Die Folge ist meist eine reduzierte oder eingeschränkte Unterstützung. Siehe auch Tuning-Erkennung, Bosch Fehlermeldungen und Notlaufmodus.
Bosch Fehler 523001
523001 ist bei Bosch eine Fehlermeldung aus dem Bereich der Geschwindigkeitsmessung. Inhaltlich liegt dieser Fehler im ähnlichen Bereich wie der ältere Bosch-Fehler 503: Das System erkennt, dass der Geschwindigkeitssensor bzw. das zugehörige Signal nicht korrekt arbeitet.
Typische erste Prüfungen sind deshalb: Rim-Magnet bzw. Felgenmagnet und – falls vorhanden – Speichenmagnet kontrollieren sowie das System neu starten. Gerade im Smart-System-Umfeld gehört 523001 damit in denselben praktischen Prüfbereich wie 503, auch wenn die Fehlernummer eine andere ist. Siehe dazu auch Bosch Fehler 503, Felgenmagnet, Speichenmagnet und Bosch Fehlermeldungen.
Bosch Fehlermeldung 524001
524001 ist eine typische Bosch-Smart-System-Meldung im Zusammenhang mit Tuning-Erkennung. Bosch beschreibt den Code als erkanntes verändertes bzw. unplausibles Geschwindigkeitssignal. Die unmittelbare Folge ist eine reduzierte Motorunterstützung (Schutzmodus) – meist kein Motorschaden. Typische Ursachen sind ein verbautes Tuning, ein verschobener Magnet, ein Sensorproblem oder eine Firmwareänderung. Vorgehen: neu starten, Magnet und Sensor prüfen, ein verbautes Tuning vollständig entfernen. Nach Beseitigung der Ursache kann laut Bosch eine Fahrt von bis zu 90 Minuten im reduzierten Modus nötig sein, bis die volle Unterstützung zurückkehrt. Wichtig: Nach der dritten Wiederherstellung kann der reduzierte Modus laut Bosch nur noch durch einen Fachhändler aufgehoben werden. Bleibt der Fehler bestehen, ist eine Bosch-Fachwerkstatt der richtige Ansprechpartner – informiere sie offen über alle Veränderungen am Fahrzeug. Siehe auch Bosch Fehlermeldungen, Notlaufmodus und BES3.
Bosch Fehlermeldungen
Die wichtigsten Bosch-Fehler im Tuningkontext sind:
- 503 bei Bosch: Fehler im Bereich der Geschwindigkeitssensorik, häufig relevant bei Magnet-/Sensorproblemen.
- 504 bei BES2: Veränderung des Geschwindigkeitssignals erkannt, Unterstützung reduziert.
- 523001 bei BES3 / Smart System: Geschwindigkeitssensor bzw. Geschwindigkeitsmessung arbeitet nicht korrekt.
- 524001 und 525001–525004 bei BES3: gestufte Tuning-Erkennung, zunächst temporärer, später möglicher dauerhafter Notlauf.
Siehe dazu auch Bosch Fehler 503, Bosch Fehlermeldung 504, Bosch Fehler 523001, Bosch Fehlermeldung 524001, Tuning-Erkennung und Notlaufmodus.
B.Tuning (SpeedBox)
B.Tuning ist die Bluetooth- bzw. App-Variante einer SpeedBox. Sie erweitert das Modul um App-Funktionen wie Konfiguration, Diagnose, Statistik oder weitere Steuerungsmöglichkeiten. Mehr zur Marke SpeedBox. Siehe auch SpeedBox App, Motor Lock und App-Modus / Hidden Mode.
Controller (E-Scooter Tuning)
Der Controller ist beim E-Scooter die zentrale Steuereinheit für Motorleistung, Beschleunigung, Fahrverhalten und Geschwindigkeitsbegrenzung. Im Tuningbereich ist dieser Begriff besonders wichtig, weil viele E-Scooter-Lösungen nicht nur softwareseitig arbeiten, sondern direkt über angepasste Controller oder komplette Controller-Sets umgesetzt werden. In unserer E-Scooter-Kategorie passt dieser Eintrag besonders gut als gemeinsamer Oberbegriff für Lösungen rund um Egret und ePowerFun, da dort genau solche controllerbasierten Systeme und Sets geführt werden. Siehe dazu auch unsere E-Scooter Produktkategorie.
Custom Speed Limit (SpeedBox)
Mit Custom Speed Limit ist eine individuell einstellbare Unterstützungsgrenze gemeint. Weitere Informationen zu SpeedBox. Verwandt sind auch SpeedBox 1.x / 2.0 / 3.x und Maximale Geschwindigkeit.
DAMP-Mode (MBIQ)
Der DAMP-Mode ist eine Betriebsart bei MBIQ und eine Alternative zum Freeze-Wert. Statt die angezeigte Geschwindigkeit bei einem festen Wert einzufrieren, wird sie nach einem Algorithmus gedämpft ausgegeben. Dadurch verläuft die Anzeige gleichmäßiger, bildet die reale Geschwindigkeit aber ebenfalls nicht korrekt ab.
Siehe auch Hybrid-Modus (MBIQ) und Korrekte Werte.
Dauerleistung
Als Dauerleistung – oft auch Stundenleistung oder Nenndauerleistung – wird die Leistung bezeichnet, die ein Motor über einen längeren Zeitraum abgeben kann, ohne thermisch unzulässig heiß zu werden. Im Pedelec-Bereich ist rechtlich vor allem die höchste Nenndauerleistung maßgeblich. Sie wird als Durchschnittswert über einen festgelegten Zeitraum ermittelt. Genau deshalb können Pedelec-Motoren offiziell mit 250 Watt Dauerleistung eingestuft sein, obwohl sie im realen Fahrbetrieb kurzfristig deutlich höhere Leistungswerte erreichen. Siehe dazu auch Leistung und Spitzenleistung / Spitzenwattabgabe.
Di2
Di2 ist Shimanos elektronische Schalttechnologie und steht für Digital Integrated Intelligence. Statt mit Zügen wird elektronisch geschaltet: per Taster, mit Schaltmotoren und je nach Generation mit kabelgebundener oder teilweise drahtloser Kommunikation zwischen den Komponenten. Shimano beschreibt Di2 als sehr schnell, präzise und auch unter Last schaltbar. Für E-Bikes ist Di2 wichtig, weil Motor, Display, Bedienelemente und Schaltung eng zusammenspielen können. Wenn ein Tuningprodukt falsche Geschwindigkeitsdaten erzeugt, kann das die Systemlogik stören – etwa bei Schaltzeitpunkten, Unterstützungsabstimmung oder Fehlermeldungen. Siehe dazu auch e-Shift, E-Tube Port und Shimano Fehlermeldungen.
Für Shimano EP801 / EP6 / EP600 ist nach aktueller Kategorieseite vor allem das MBIQ-P die zentrale und derzeit beste Lösung. Für Shimano EP8 / EP800 stehen dagegen mehrere etablierte Optionen im Vordergrund – insbesondere Splug, PearTune und RedPed. Wenn mehrere Lösungen in Frage kommen, findest du die passende Auswahl unter Shimano Tuning.
Dongle
Ein Dongle ist eine Tuninglösung mit einem abnehmbaren Wirk-Teil. Die eigentliche Wirkungseinheit – also die relevante Hardware samt integrierter Logik – befindet sich im Dongle selbst. In der Regel wird zuvor ein Kabelsatz am E-Bike verlegt oder vorbereitet. Nach dem Abziehen des Dongles verbleibt deshalb nur noch der Kabelbaum bzw. die Schnittstelle am Bike. Uns ist kein Fall bekannt, in dem ein abgezogener Dongle zu Problemen geführt hätte. Das ist allerdings keine Rechtsberatung. Siehe dazu auch Hardware.
Historisch war der Sx2 Dongle eines der ersten und bekanntesten E-Bike-Tuningprodukte überhaupt. Als moderne und besonders elegante Dongle-Variante gilt heute vor allem der Splug. Die passenden Produkte findest du in der Kategorie Dongle.
DualBattery
DualBattery bedeutet, dass das E-Bike zwei Akkus parallel nutzt. Für Tuning ist das kein eigener Motortyp, aber eine wichtige Systembesonderheit. Bei manchen Tuninglösungen kann es vorkommen, dass nur ein Akku korrekt erkannt oder priorisiert wird – insbesondere bei nachträglich veränderten Systemen. Im Bosch-Kontext kann die genaue Systemzuordnung zusätzlich über BDU-Kennung und BES3 hilfreich sein.
Dynamic Mode (VOLspeed)
Der Dynamic Mode beschreibt eine weichere Regelung oberhalb der normalen Unterstützungsgrenze. Ziel ist, das abrupte Ende der Motorunterstützung abzumildern und den Übergang harmonischer wirken zu lassen. Mehr zu VOLspeed. Siehe auch Alternative Mode, Wall Effect und Personal Activation Code.
eBike Flow App
Die eBike Flow App ist die zentrale Smartphone-App des Bosch Smart System. Sie verbindet Motor, Akku, Display und Bedieneinheiten, ermöglicht Einstellungen, Updates, Navigation und Aktivitätsdaten und ist im Alltag ein klares Erkennungsmerkmal für Bosch Smart System / BES3. Wenn ein Bosch-Bike nicht mit der Flow App arbeitet, ist es in der Regel kein Smart System.
Für die genaue Motorfamilie siehe BDU-Kennung. Die BDU-Kennung kannst du über die Bosch eBike Flow App ermitteln; oft findet sie sich auch auf einem Aufkleber an oder unter dem Motor. Passende Lösungen findest du unter Bosch Smart System Tuning.
Über die Flow App werden auch Firmware-Updates installiert. Was du vor einem Update wissen solltest, liest du unter Firmware & Firmware-Updates.
e-Shift
e-Shift bezeichnet eine elektronische bzw. automatisierte Schaltfunktion am E-Bike. Gemeint ist, dass Schaltung und Motor koordiniert arbeiten, oft mit einer Art Automatiklogik.
Genau deshalb sind Systeme mit e-Shift für Tuning besonders empfindlich: Wenn ein Modul geteilte, halbierte oder sonst veränderte Geschwindigkeitswerte erzeugt, kann die Automatik mit falschen Informationen arbeiten. Das führt zu unpassenden Schaltvorgängen, unplausibler Regelung oder zu Fehlfunktionen.
Für E-Bikes mit e-Shift geben wir deshalb keine pauschale Empfehlung, sondern prüfen die Kompatibilität individuell über unseren Support.
Verwandt sind auch Di2, ABS und Maximale Geschwindigkeit.
E-Tube Port
Der E-Tube Port ist ein zentraler Steck- und Kommunikationsanschluss bei Shimano STePS- und Di2-Systemen. Dieser Anschluss ist für die Produktauswahl besonders wichtig, weil bei Shimano-Tuning oft unterschieden werden muss, ob am Motor bzw. im System noch ein freier E-Tube Anschluss vorhanden ist oder nicht.
Für die Praxis bedeutet das: Wenn kein freier E-Tube Port vorhanden ist – zum Beispiel wegen Di2, Satellite Switch oder anderer Systemkomponenten – wird häufig nicht die Standardversion eines Tuningprodukts benötigt, sondern eine spezielle Variante mit E-Tube Port. Der E-Tube Port ist deshalb ein klassischer Glossarbegriff mit hoher Kaufrelevanz bei Shimano. Siehe dazu auch Shimano, Di2 und e-Shift.
Felgenmagnet
Beim Felgenmagnet-System sitzt der Geschwindigkeitssensor nicht klassisch an der Hinterradstrebe mit Speichenmagnet, sondern das Signal wird im Bereich des Motors aus einem Felgenmagneten bzw. Rim-Magnet-Signal gelesen. Typisch ist deshalb: Kein Speichenmagnet an Hinterradstrebe oder Bremsscheibe. Auch wenn man keinen offensichtlichen Magnetklotz sieht, kann in der Felge oder im Ventilbereich trotzdem ein Magnetelement oder Magnetstreifen sitzen.
Für Tuning ist das sehr wichtig, weil viele ältere Lösungen nur für klassische Speichenmagnet-Systeme gedacht sind. Im Bosch-Smart-System-Kontext sind dafür besonders BDU-Kennung, BES3 und ABS relevant.
Für Bosch Smart System mit Felgenmagnet gibt es eigene Hardware-Lösungen, die mit dem originalen Felgenmagneten arbeiten – etwa VOLspeed V2 Felgenmagnet, die SpeedBox-Varianten 1.2 bis 1.6 (je nach BDU37, BDU38 oder SX) oder die Badass Box 5. Die Übersicht findest du in der Kategorie Bosch Felgenmagnet Tuning.
Wichtig: Ein Felgenmagnet ist ein Sonderfall, aber kein Ausschluss für Tuning. Entscheidend ist die genaue BDU-Variante. Eine vereinfachte Ableitung wie „Felgenmagnet = Gen4 / BES2“ ist falsch – Felgenmagnet-Systeme gehören zum Bosch Smart System. Bei ABS oder e-Shift prüfen wir die Kompatibilität individuell.
Field Enhancement / FEET (Badass Box)
Diese Begriffe beschreiben das magnetische Wirkprinzip der Badass Box. Gemeint ist die gezielte Beeinflussung des Sensorsignals über ein Feld- bzw. Magnetkonzept. Verwandt ist auch Kontaktloses Tuning.
Firmware & Firmware-Updates
Firmware bezeichnet die auf einem elektronischen Bauteil installierte Gerätesoftware. Im Bereich E-Bikes betrifft das je nach System unter anderem Motor, Display, Bedieneinheit oder Akku. Die Firmware steuert Funktionen, Kommunikation und Verhalten der einzelnen Komponenten. Im praktischen Gebrauch werden auch Begriffe wie Software-Version, SW-Version, Softwarestand oder einfach Version oft in demselben Sinn verwendet. Bei Bosch kann die Firmware-Angabe ein wichtiger Hinweis zur technischen Einordnung eines Systems sein, etwa zur Unterscheidung zwischen Bosch BES2 / eBike System 2 und Bosch BES3 / Smart System. Ausführlichere Hinweise zur Bosch-Systemlogik, zu typischen Versionsformaten und zur Einordnung von SW-Versionen finden sich im Bosch Tuning Guide.
Wichtige Bosch-Klarstellung:
Motor-Versionen wie 19.13.0 betreffen die Drive Unit und sind für die Motoreinordnung besonders wichtig.
Peripherie-Angaben wie die Firmware-Generation 19 betreffen dagegen typischerweise Display, Remote oder Controller und sind nicht automatisch mit der eigentlichen Motor-Firmware gleichzusetzen.
Firmware-Updates sind im Tuningbereich immer ein sensibler Punkt. Hersteller entwickeln Motor, App, Diagnose und Schutzlogik selbst; Tuninganbieter müssen darauf reagieren. Deshalb kann ein Update bestehende Lösungen teilweise einschränken oder unbrauchbar machen. Sinnvoll ist daher: Updates nur auf eigene Gefahr und Tuning vor einem Update entfernen oder deaktivieren, damit das System im Originalzustand aktualisiert wird. Siehe dazu auch Tuning-Erkennung, Notlaufmodus und eBike Flow App.
Firmware-Updates können bei getunten E-Bikes jederzeit zu Kompatibilitätsproblemen führen. Gerade Tuning-Chips, Module, Dongles und vergleichbare Hardware-Lösungen sind immer für die jeweils bekannte und zum Entwicklungszeitpunkt aktuelle Firmware des E-Bikes optimiert. Ändert der Hersteller per Update die Motorsoftware, Plausibilitätsprüfung, Sensorlogik oder Diagnose, kann es passieren, dass ein Tuning-Produkt danach nur eingeschränkt, fehlerhaft oder gar nicht mehr funktioniert. Eine vorherige Freigabe oder Garantie für zukünftige Hersteller-Updates kann deshalb grundsätzlich nicht gegeben werden. Firmware-Updates erfolgen im Tuningbereich immer auf eigene Gefahr. Wenn möglich, sollte vorhandenes Tuning vor einem Update entfernt oder deaktiviert werden. Ob eine Lösung nach einem neuen Update weiterhin kompatibel ist, lässt sich oft erst nach konkreter Prüfung des jeweiligen Updates sicher beurteilen. Eine Rückkehr zur vorherigen Firmware ist in der Regel nicht möglich.
Aktuelle Bosch-Stände (Drive Unit): 19.54.0 wurde mit dem Bosch Performance Update 2.0 eingeführt, 19.55.0 ist ein kleineres Folgeupdate, 20.27.0 ein neuerer Softwarestand. Zu einzelnen Firmware-Ständen gibt es für Tuning-Produkte keine pauschale Kompatibilitätszusage; maßgeblich sind die Angaben auf der jeweiligen Produktseite bzw. eine Rückfrage beim Support.
Wichtiger Hinweis vor Updates: Was du bei Bosch E-Bikes bzw. Ninebot- und Segway-E-Scootern vor einem Firmware-Update wissen solltest, findest du hier: Firmware-Updates bei Bosch E-Bikes und Firmware-Updates bei Ninebot und Segway E-Scootern.
FIT
FIT ist eine Integrations- und Systemplattform für E-Bikes. Im Tuningbereich ist FIT vor allem bei Panasonic und Brose relevant, weil es dafür oft eigene Produktvarianten gibt. Für die Erkennung gilt: FIT 2.0 lässt sich am zuverlässigsten an der FIT Key Card erkennen. Außerdem arbeitet FIT 2.0 mit der FIT E-Bike Control App und digitalen Funktionen wie FIT Drive Screen oder FIT Digital Key. Öffentlich ist FIT 1.0 deutlich schlechter dokumentiert; wenn FIT-Komponenten vorhanden sind, aber keine FIT Key Card, FIT E-Bike Control App oder FIT Drive Screen im Einsatz sind, ist das oft ein Hinweis auf FIT 1.0.
Bei den aktuell sichtbaren Lösungen steht bei FIT-Systemen vor allem PearTune im Vordergrund. Das gilt sowohl für Panasonic FIT 1.0 / 2.0 als auch für Brose mit FIT System. Mehr zu passenden Systemen findest du unter Panasonic Tuning und Brose.
Freeze-Wert (MBIQ)
Beim Freeze-Wert handelt es sich gleichzeitig um eine Geschwindigkeit und um ein Wirkprinzip von Tuningprodukten. Das Tuningprodukt verfälscht die tatsächliche Geschwindigkeit so, dass dem System keine Geschwindigkeiten oberhalb dieses Freeze-Werts übermittelt werden. Bei passiven Geräten entspricht der Freeze-Wert damit im Regelfall auch der maximal angezeigten Geschwindigkeit auf dem vorhandenen Display. Dieser Bereich ist besonders typisch für MBIQ. Siehe dazu auch DAMP-Mode und Hybrid-Modus.
Gasgriff
Ein Gasgriff erlaubt Antrieb ohne Treten. Bei klassischen Mittelmotoren ist das im üblichen E-Bike-Tuning bisher nicht etabliert – auch nicht über die WALK-Taste. Die WALK-Funktion bleibt eine Schiebehilfe und wird durch Tuning nicht zu einem echten Gasgriff. Im Shop ist als Sonderfall vor allem MTT HubControl im Bereich passender Nabenmotoren relevant.
Giant SyncDrive
Giant SyncDrive ist nicht einfach nur ein Yamaha-Motor unter anderem Namen, sondern eine GIANT-spezifisch integrierte Systemwelt auf Yamaha-Basis. Entscheidend sind hier nicht nur der Motor selbst, sondern auch die RideControl-Logik, die Systemsoftware, mögliche Smart Gateway-Abhängigkeiten und weitere GIANT-spezifische Komponenten.
Für die Produktauswahl ist das besonders wichtig, weil Giant SyncDrive nicht pauschal wie ein gewöhnliches Yamaha-System behandelt werden sollte. Je nach SyncDrive-Variante, RideControl-Ausführung und Softwarestand können sich die passenden Tuning-Produkte unterscheiden. Deshalb sollte Giant SyncDrive im Glossar immer als eigene Systemwelt betrachtet werden. Siehe dazu auch Smart Gateway Software, Firmware-Updates und Yamaha Powerdrive.
Giant Fehlermeldungen
Bei Giant sind im Tuning- und Sensorik-Kontext vor allem diese Meldungen relevant:
- SyncDrive error
- Speed sensor error
- no power support
- Your E-bike needs servicing
Giant beschreibt, dass besonders bei SyncDrive error die Unterstützung abgeschaltet wird und dass Servicehinweise bis zum Händlerbesuch eingeblendet bleiben können. Siehe dazu auch Giant SyncDrive, Smart Gateway Software, Tuning-Erkennung und Notlaufmodus.
Hardware
Hardware-Tuning ist der Sammelbegriff für alle Lösungen, bei denen eine physische Komponente am Bike oder E-Scooter eingesetzt, ergänzt, angeschlossen oder verbaut wird. Maßgeblich ist also nicht, ob zusätzlich eine App verwendet wird, sondern dass die eigentliche Tuning-Wirkung über Hardware am Fahrzeug entsteht.
Typische Bauformen sind:
- Bausatz: Einbaulösung mit mehreren Komponenten oder Kabelsatz
- Box: Externes oder aufsteckbares Gehäuse, oft leicht rückrüstbar
- Controller: Speziallösung mit Eingriff in die Steuerung
- Dongle: Abnehmbarer Wirk-Teil, die eigentliche Wirkung steckt in der angeschlossenen Hardware
- Chips (App): Chip-Lösungen mit zusätzlicher App-Anbindung oder App-Steuerung; trotz App bleiben sie klar Hardware-Tuning
- Chips (ohne App): Klassische interne Zwischensteck-, Zusatz- oder Einbaulösungen ohne App-Anbindung
- Sensor: Austausch- oder Ersatzsensor mit integrierter Tuninglogik
Wichtig: Auch wenn einzelne Hardware-Produkte per App konfiguriert, aktiviert oder ausgelesen werden, gelten sie weiterhin als Hardware-Tuning und nicht als Software-Tuning.
Die passende Übersicht findest du unter Hardware Tuning. Siehe auch Dongle, Sensor Tuning und Software.
App-Modus / Hidden Mode (SpeedBox)
Mit dem App-Modus (bei SpeedBox als „Hidden Mode“ bezeichnet) wird das Tuning nicht über die Bedienelemente am Bike, sondern ausschließlich über die SpeedBox App ein- und ausgeschaltet und eingestellt. Weitere Informationen bei SpeedBox.
Verwandt sind auch B.Tuning, SpeedBox App und Motor Lock.
Hybrid-Modus (MBIQ)
Der Hybrid-Modus bedeutet, dass ein MBIQ-Produkt die Betriebsarten DAMP-Mode und Freeze-Wert kombiniert. Welche Kombination zum System passt, hängt vom Motor und von der Produktvariante ab.
Interface X
Interface X bezeichnet eine spezielle Yamaha- bzw. MORO-Systemkonfiguration, die bei der Produktauswahl für bestimmte Tuninglösungen wichtig sein kann. Der Begriff ist vor allem im Zusammenhang mit Yamaha PW-X3, Yamaha MORO bzw. vergleichbaren sportlichen Yamaha-Konfigurationen relevant.
Für die Praxis heißt das: Auch wenn viele Kunden nicht gezielt nach dem Begriff Interface X suchen, kann er für die Kompatibilität kaufentscheidend sein. Manche Produkte sind für solche Konfigurationen besonders geprüft oder ausdrücklich dafür vorgesehen. Deshalb sollte Interface X im Glossar als technisches Zuordnungssignal erklärt werden. Siehe dazu auch Yamaha Powerdrive und Software.
Kalibrierung
Kalibrierung bedeutet im Tuningbereich je nach Produkt entweder eine elektronische Einlernung nach dem Einbau oder die korrekte mechanische Ausrichtung von Sensor und Magnet. Gerade bei Produkten wie sIMPLEk kann eine Erstkalibrierung nötig sein, damit Anzeige und Funktion sauber arbeiten. Bei anderen Lösungen – etwa magnet- oder sensorabhängigen Systemen – steht eher die richtige Positionierung von Sensor und Magnet im Vordergrund.
Für die Praxis bedeutet das: Eine fehlerhafte Kalibrierung bzw. Justage kann zu falscher Anzeige, unplausiblem Verhalten oder sogar Fehlercodes führen. Der Begriff sollte deshalb nicht nur auf elektronische Prozesse beschränkt werden, sondern auch die korrekte mechanische Sensor-/Magnetausrichtung einschließen. Siehe dazu auch Bosch Fehler 503, Bosch Fehler 523001, Speichenmagnet, Felgenmagnet und Sensor Tuning.
Kontaktloses Tuning (Badass Box)
Kontaktloses Tuning bedeutet, dass keine elektrische Verbindung zum Motor oder zur Motorsoftware hergestellt wird. Die Lösung arbeitet ohne Eingriff in die interne Elektronik des Antriebs. Mehr dazu bei Badass Box. Verwandt ist auch Field Enhancement / FEET.
Korrekte Werte
Mit korrekten Werten ist gemeint, dass im Display weiterhin möglichst realistische bzw. tatsächliche Werte dargestellt werden – insbesondere Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Strecke, Kilometerstand oder abgeleitete Werte wie Reichweite bzw. Restreichweite. Genau das ist im Tuningbereich ein entscheidender Unterschied zwischen den einzelnen Lösungen.
Je nach System und Produkt können Werte korrekt, angenähert oder abweichend dargestellt werden. Typische Varianten sind:
- halbierte oder geteilte Geschwindigkeitswerte
- eingefrorene Werte, wie man sie z. B. von MBIQ-Logiken kennt
- Darstellung der realen Geschwindigkeit über die Nachkommastelle
Ein Beispiel für diese Nachkommastellen-Logik: Eine Anzeige von 22,4 km/h kann real 24 km/h bedeuten, eine Anzeige von 22,9 km/h entsprechend 29 km/h.
Bosch Smart System: Beim Smart System weicht die Anzeige von Geschwindigkeit und Strecke bei Hardware-Tuning im getunten Bereich ab. Details findest du auf der jeweiligen Produktseite.
Solche Unterschiede sind wichtig, weil sie sich auf Fahrgefühl, Durchschnittsgeschwindigkeit, Restreichweite und auch auf die Plausibilität anderer Systemfunktionen auswirken können. Siehe dazu auch Reichweite / Restreichweite, e-Shift und ABS.
Leistung
Unter Leistung versteht man im Tuningkontext meist die tatsächlich verfügbare Motorunterstützung im Fahrbetrieb. Eine direkte Steigerung der Motorleistung wird durch die meisten Tuninglösungen im Regelfall nicht herbeigeführt. Üblicherweise wird vor allem die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben oder verschoben. Das führt dazu, dass die vorhandene Motorleistung auch oberhalb der ursprünglichen Begrenzung weiter genutzt werden kann – was subjektiv wie eine Leistungssteigerung wirkt, obwohl die Motorcharakteristik selbst meist nicht grundsätzlich verändert wird. Siehe dazu auch Dauerleistung, Spitzenleistung / Spitzenwattabgabe und Maximale Geschwindigkeit.
Lieferzeit / Versand
Die angegebene Bearbeitungs- oder Lieferzeit beginnt grundsätzlich erst nach Zahlungseingang. Die reguläre Bearbeitungszeit beträgt nach Zahlungseingang in der Regel 1–3 Werktage. Der Versand wird erst dann durch eine DHL-Sendungsbestätigung sichtbar, wenn die Sendung im Paketzentrum erstmals gescannt wurde.
Bei Zahlungsarten wie Sofortüberweisung und in Einzelfällen auch bei Kreditkartenzahlungen kann der Zahlungsabgleich etwas Zeit in Anspruch nehmen. Bei Fragen zu einer Bestellung halte bitte immer die Bestellnummer im Format xxx-xxx-xxx bereit und wende dich an unseren Kundenservice.
Geschwindigkeitssignal
Das Geschwindigkeitssignal teilt dem Motor mit, wie schnell das E-Bike fährt. Es entsteht über einen Sensor – klassisch mit Speichenmagnet, bei neueren Systemen auch über einen Felgenmagneten.
Die meisten Hardware-Tuninglösungen setzen genau hier an: Ob Chip, Dongle, Box oder Sensor – am Ende wird das Signal so verarbeitet, dass die Motorunterstützung oberhalb der werkseitigen Grenze weiterläuft. Unterschiedlich sind die Wege: kontaktlos, per Sensorersatz oder per Zwischenstecker.
Verwandt sind auch Sensor Tuning, Speichenmagnet, Felgenmagnet und Hardware.
MasterMind TCU
MasterMind TCU ist eine spezielle Display- und Steuereinheit bei bestimmten Specialized E-Bikes. Der Begriff ist für die Produktauswahl wichtig, weil viele Tuning-Lösungen bei Specialized ausdrücklich zwischen MasterMind TCU und älteren TCU- bzw. TCD-Konfigurationen unterscheiden. Das bedeutet: Nicht jedes Specialized-Tuningprodukt passt automatisch zu jedem Specialized-Bike.
Gerade bei neueren Specialized-Systemen kann die verbaute MasterMind TCU darüber entscheiden, ob ein Produkt kompatibel ist oder nicht. Für die Praxis heißt das: Neben Motor und Modell sollte immer auch die TCU-/Display-Konfiguration geprüft werden. Siehe dazu auch Software, Hardware und Firmware & Firmware-Updates.
Maximale Geschwindigkeit
Die maximal erreichbare Geschwindigkeit nach einem Tuning ist kein fixer Wert. Sie hängt von Akku, Controller, Firmware, Motorkennlinie, Fahrergewicht, Rollwiderstand, Steigung, Wind und Ladezustand ab.
Zusätzlich kann die Unterstützung je nach Produkt und Systemkonfiguration bereits vor der theoretischen Endgeschwindigkeit spürbar abnehmen. Bei E-Scootern ist der Einfluss des Akkustands oft noch stärker.
Für einen möglichst neutralen Vergleich eignet sich ein Volladen des Akkus und ein Test ohne Last (z. B. aufgebockt), da so äußere Faktoren ausgeschlossen werden. Siehe dazu auch Leistung, Dauerleistung und Spitzenleistung.
MBIQ-P / MBIQ-S / MBIQ-CC (MBIQ)
Diese Begriffe bezeichnen die verschiedenen Bauarten der MBIQ-Familie:
- MBIQ-P: Plug-in-Variante für Integration in die Sensorleitung
- MBIQ-S: Ersatz des originalen Geschwindigkeitssensors
- MBIQ-CC: universelle Variante für passende Mittelmotor-Systeme
Alle Varianten arbeiten nach demselben Grundprinzip der Signalverarbeitung, unterscheiden sich aber in Einbauart und Anwendung. Siehe auch Sensor Tuning, Motion Programming und Passives Tuning.
Motion Programming (MBIQ)
Motion Programming bezeichnet eine direkt am Bike steuerbare Parametrierung ohne zusätzliche Geräte. Einstellungen werden über definierte Bewegungs- bzw. Signalabläufe des Sensors angepasst.
Wichtig: Bei MBIQ ist die Funktion unabhängig von Firmware oder Softwarestand. Das macht diese Lösungen besonders robust gegenüber Updates. Siehe auch Parametrierung und Passives Tuning.
Motor Lock (SpeedBox)
Motor Lock ist eine Zusatzfunktion innerhalb der SpeedBox-Welt, mit der der Motor gesperrt werden kann. Mehr dazu bei SpeedBox. Siehe auch SpeedBox App und App-Modus / Hidden Mode.
MSO / Normal / Still On (PearTune)
Diese Begriffe bezeichnen die grundlegenden Betriebs- und Produktlogiken innerhalb der PearTune-Welt.
- MSO steht für Max Speed Off, also für die Aufhebung der werkseitigen Geschwindigkeitsbegrenzung.
- Normal bezeichnet Varianten, bei denen das Tuning über die vorhandenen Bedienelemente des E-Bikes aktiviert oder deaktiviert werden kann.
- Still On bezeichnet Varianten, bei denen das Tuning nach dem Einbau dauerhaft aktiv ist.
Für die Praxis ist diese Unterscheidung wichtig, weil sich daraus Bedienkomfort, Aktivierungslogik und Alltagseinsatz ergeben. Je nach Motorplattform und PearTune-Version kann sich die genaue Steuerung unterscheiden.
Siehe dazu auch Remote Control / 4.0 / 5.0 (PearTune), Service Menu (PearTune) und Maximale Geschwindigkeit.
Nabenmotor
Ein Nabenmotor sitzt direkt im Vorder- oder Hinterrad. Tuninglösungen sind hier deutlich seltener als bei Mittelmotoren.
Aktuell relevante Lösungen sind z. B.:
- MTT Power für bestimmte NCM-Systeme
- MTT HubControl für Mahle X35/X35+
- E Bike Booster für Heinzmann
Grundregel: Nabenmotoren sind nur dann entsperrbar, wenn eine Lösung explizit dafür angeboten wird. Siehe auch Gasgriff.
Notlaufmodus
Der Notlaufmodus ist ein Schutzbetrieb mit stark reduzierter oder deaktivierter Unterstützung.
Bei Bosch Smart System erfolgt die Eskalation stufenweise: zunächst reduzierte Leistung, später dauerhafte Einschränkung. Bei Shimano existiert eine ähnliche Logik mit anderer Fehlerstruktur.
Siehe dazu auch Tuning-Erkennung und Bosch Fehlermeldungen.
Parametrierung (MBIQ)
Parametrierung bezeichnet bei MBIQ die gezielte Einstellung bestimmter Funktionswerte oder Verhaltensweisen des Tuningprodukts.
Dazu können – je nach Variante – unter anderem die Art der Signalverarbeitung, das Aktivierungsverhalten oder bestimmte Geschwindigkeitslogiken gehören.
Für die Praxis ist das besonders wichtig, weil sich MBIQ-Lösungen dadurch flexibel an unterschiedliche Systeme und Nutzerwünsche anpassen lassen. Siehe dazu auch Motion Programming (MBIQ), Freeze-Wert (MBIQ) und DAMP-Mode (MBIQ).
Passives Tuning (MBIQ)
Passives Tuning beschreibt bei MBIQ eine Tuninglogik, bei der das System ohne aktive App-, Display- oder externe Steuereingriffe arbeitet.
Die Wirkung entsteht direkt über die im Produkt hinterlegte Signalverarbeitung. Dadurch gehören viele MBIQ-Lösungen zu den eher robusten Tuningformen.
Für die Praxis bedeutet das: Das Tuning arbeitet eigenständig im Hintergrund, ohne dass im Alltag eine zusätzliche Steueroberfläche nötig ist. Siehe dazu auch MBIQ-P / MBIQ-S / MBIQ-CC (MBIQ), Motion Programming (MBIQ) und Hybrid-Modus (MBIQ).
Personal Activation Code (VOLspeed)
Der Personal Activation Code ist eine Schutz- bzw. Freigabelogik innerhalb der VOLspeed-Welt.
Gemeint ist ein persönlicher Aktivierungs- oder Sperrcode, mit dem sich bestimmte Funktionen absichern oder nur gezielt freischalten lassen.
Für die Praxis ist das vor allem als Komfort- und Sicherheitsfunktion relevant, weil dadurch nicht jede Person das Tuning ohne Weiteres aktivieren oder verändern kann. Siehe dazu auch VOLspeed, Alternative Mode (VOLspeed), Dynamic Mode (VOLspeed) und Wall Effect (VOLspeed).
Reichweite / Restreichweite
Die Restreichweite ist eine Systemprognose basierend auf Verbrauch, Fahrweise und Akkuzustand.
Im Tuning-Kontext gilt: Sobald Werte verfälscht sind, wird auch die Reichweitenberechnung ungenau.
Deshalb sollte die Anzeige immer nur als Richtwert verstanden werden. Siehe dazu auch Korrekte Werte.
RedPed App (RedPed)
Die RedPed App ist die zentrale Steuer- und Konfigurationsoberfläche für RedPed-Module.
Über die App können – je nach System – Funktionen wie Aktivierung/Deaktivierung, Geschwindigkeitseinstellungen, Diagnose und Firmware-Updates gesteuert werden.
- Bluetooth-Verbindung zwischen Bike und Smartphone
- Steuerung der Tuning-Funktion direkt über das Handy
- teilweise Anzeige realer Werte und Zusatzdaten
Praxis: Die RedPed App gehört zu den klassischen appbasierten Hardware-Lösungen. Trotz App bleibt das System klar Hardware-Tuning. Siehe auch B.Tuning und SpeedBox App.
Remote Control / 4.0 / 5.0 (PearTune)
Remote Control bezeichnet bei PearTune die Steuerung des Tuningzustands über vorhandene Bedienelemente am E-Bike, meist über die Lenker-Remote oder definierte Tastenkombinationen.
Die Versionen 4.0 und 5.0 stehen für unterschiedliche Generationen der PearTune-Module mit erweitertem Funktionsumfang.
- Aktivierung/Deaktivierung über Tasten am Bike
- keine zusätzliche App zwingend erforderlich
- Funktionsumfang abhängig von Version und Motorsystem
Praxis: Die genaue Version ist entscheidend, da sich Steuerlogik und Möglichkeiten unterscheiden können. Siehe auch Service Menu und Maximale Geschwindigkeit.
Sensor Tuning
Sensor Tuning beschreibt alle Lösungen, bei denen der originale Geschwindigkeitssensor ersetzt oder dessen Signal direkt beeinflusst wird.
- Ersatzsensor mit integrierter Logik (z. B. MBIQ-S)
- Zwischenstecker oder Inline-Lösungen
- Veränderung des Signals zwischen Sensor und Motor
Ziel ist es, dem System eine geringere Geschwindigkeit zu melden, sodass die Unterstützung über 25 km/h hinaus aktiv bleibt.
Praxis: Sensor Tuning ist besonders verbreitet bei Systemen mit klassischem Speichenmagnet. Siehe auch Geschwindigkeitssignal, Kalibrierung und MBIQ.
Service Menu (PearTune)
Das Service Menu ist ein spezieller Einstellbereich innerhalb bestimmter PearTune-Module.
Es ermöglicht zusätzliche Konfigurationen, die über die normale Aktivierung hinausgehen.
- Feineinstellungen der Tuning-Parameter
- Zugriff über definierte Tastenkombinationen
- abhängig von Modulversion und Motorsystem
Praxis: Das Service Menu ist vor allem für erfahrene Nutzer relevant. Siehe auch Remote Control.
Shimano
Shimano ist einer der größten Hersteller von E-Bike-Antriebssystemen neben Bosch und Yamaha.
Im Tuningbereich sind vor allem die STePS-Mittelmotoren relevant, insbesondere:
- EP8 / EP800
- EP801
- EP6 / EP600
Die passenden Lösungen findest du unter Shimano Tuning.
Wichtig: Shimano-Systeme unterscheiden sich deutlich in ihrer Logik von Bosch. Siehe dazu auch Shimano Logik und E-Tube Port.
Shimano Logik
Die Shimano Logik beschreibt die systeminterne Funktionsweise der Shimano STePS-Antriebe.
Im Gegensatz zu Bosch arbeiten viele Shimano-Systeme stärker mit interner Plausibilitätsprüfung und Sensorabgleich.
- enge Verknüpfung von Sensor, Motor und Software
- abhängig von Firmware und E-Tube-System
- sensibel gegenüber unplausiblen Signalen
Praxis: Für die Produktauswahl ist entscheidend, ob ein System eher robust oder empfindlich gegenüber Signalveränderungen ist. Siehe dazu auch Tuning-Erkennung und Shimano Fehlermeldungen.
Shimano Fehlermeldung E295
E295 ist eine Shimano-Fehlermeldung im Bereich der Systemkommunikation bzw. Sensorik.
In der Praxis kann sie auftreten, wenn das System unplausible Daten erkennt oder einzelne Komponenten nicht korrekt zusammenarbeiten.
- mögliche Ursache: Sensor- oder Signalprobleme
- mögliche Ursache: Kommunikationsfehler innerhalb des Systems
Siehe auch Shimano Fehlermeldungen.
Shimano Fehlermeldung E299
E299 ist eine Shimano-Fehlermeldung, die häufig im Zusammenhang mit unplausiblen Fahr- oder Sensorsignalen auftritt.
- mögliche Ursache: Signalabweichung
- mögliche Ursache: nicht stimmige Geschwindigkeitsdaten
Praxis: Besonders im Tuningkontext kann dieser Fehler auftreten, wenn das System ein verändertes Geschwindigkeitssignal erkennt. Siehe dazu auch Tuning-Erkennung und Shimano Fehlermeldungen.
Shimano Fehlermeldung W292
W292 ist eine Warnmeldung (kein harter Fehler) im Shimano-System.
Sie weist auf eine Auffälligkeit hin, ohne das System sofort vollständig abzuschalten.
- Warnhinweis statt vollständiger Fehler
- kann bei unplausiblen Daten auftreten
Praxis: Wird diese Meldung häufiger angezeigt, sollte das System überprüft werden. Siehe auch Shimano Fehlermeldungen.
Shimano Fehlermeldungen
Typische Shimano-Fehler- und Warnmeldungen im Tuningkontext sind:
- E295 – Kommunikations- oder Sensorproblem
- E299 – unplausible Signale / mögliches Tuning erkannt
- W292 – Warnmeldung bei Auffälligkeiten
Praxis: Shimano arbeitet stark mit interner Plausibilitätsprüfung. Fehler entstehen häufig nicht durch einzelne Komponenten, sondern durch das Zusammenspiel im System. Siehe auch Shimano Logik und Tuning-Erkennung.
Smart Gateway Software
Der Begriff Smart Gateway Software bezeichnet im Tuning-Kontext eine softwareseitige oder softwaregestützte Zwischenlogik, über die bestimmte Funktionen moderner E-Bike-Systeme angesprochen, erweitert oder beeinflusst werden können.
Im Shopkontext ist das Thema besonders im Bereich Giant SyncDrive relevant, weil dort nicht nur der Motorname, sondern auch RideControl-, Gateway- und Softwarelogik für die Produktauswahl wichtig sein können. Siehe dazu auch Giant SyncDrive, Firmware & Firmware-Updates und Yamaha Powerdrive.
SmartphoneGrip
SmartphoneGrip bezeichnet eine Halterungs- und Schnittstellenlösung, bei der das Smartphone direkt am Lenker befestigt und zugleich funktional in das E-Bike-System eingebunden wird.
Im Bosch-Umfeld ist SmartphoneGrip vor allem als Bestandteil moderner Smart-System-Konfigurationen bekannt. Dadurch wird das Smartphone nicht nur als Display-Ersatz oder Ergänzung verwendet, sondern kann auch Teil der gesamten Bedien- und Informationslogik des Systems sein. Siehe dazu auch eBike Flow App und BES3 / Bosch Smart System.
Snap-Lock / Safety Option / vergossene Elektronik (Badass Box)
Diese Begriffe beschreiben typische Bau- und Produkteigenschaften der Badass Box.
- Snap-Lock beschreibt das schnelle Aufstecken und Abnehmen der Box ohne aufwendigen Umbau.
- Safety Option steht für zusätzliche Schutz- oder Sicherheitsmerkmale innerhalb des Produktkonzepts.
- vergossene Elektronik bedeutet, dass die Elektronik im Gehäuse geschützt eingebettet ist, um sie besser gegen Feuchtigkeit, Erschütterung und äußere Einflüsse abzusichern.
Diese Eigenschaften sind Teil der Produktlogik klassischer Box-Lösungen und unterscheiden sich deutlich von fest verbauten Modulen, Dongles oder softwarebasierten Lösungen. Siehe dazu auch Kontaktloses Tuning und Field Enhancement / FEET.
Software
Software bezeichnet im E-Bike-Kontext die Programme und Firmware, mit denen Motor, Display, App und Bedienelemente arbeiten – etwa die Motor-Firmware, die eBike Flow App oder herstellerspezifische Systemsoftware wie die Smart Gateway Software bei Giant.
Der EBikeTuningShop führt ausschließlich Hardware-Lösungen. Auch Produkte, die per App konfiguriert oder gesteuert werden, gelten als Hardware-Tuning, weil die Tuning-Wirkung über ein physisches Bauteil am Fahrzeug entsteht.
Siehe auch Firmware & Firmware-Updates und Hardware.
Speichenmagnet
Der Speichenmagnet ist die klassische Methode zur Geschwindigkeitsmessung bei E-Bikes. Er sitzt an der Speiche und arbeitet zusammen mit einem Sensor an der Hinterradstrebe.
Viele Tuninglösungen greifen genau hier ein, indem sie das Signal verändern oder ersetzen.
Wichtig: Wenn kein Speichenmagnet vorhanden ist, handelt es sich oft um ein Felgenmagnet-System.
S-Pedelec
Ein S-Pedelec ist ein schnelles E-Bike, dessen Motorunterstützung nicht bei 25 km/h, sondern erst bei höheren Geschwindigkeiten – typischerweise bis 45 km/h – endet.
Damit unterscheidet sich ein S-Pedelec rechtlich und technisch deutlich von einem klassischen Pedelec. Es gilt nicht mehr als normales Fahrrad, sondern fällt in eine eigene Fahrzeugkategorie.
- Motorunterstützung bis ca. 45 km/h
- nicht mit klassischem 25-km/h-Pedelec gleichzusetzen
- eigene rechtliche und technische Einordnung
Praxis: Im Tuningbereich ist die Unterscheidung wichtig, weil viele Standardlösungen für klassische Pedelecs gedacht sind und nicht automatisch auf S-Pedelecs übertragbar sind.
Spitzenleistung / Spitzenwattabgabe
Die Begriffe Spitzenleistung oder Spitzenwattabgabe bezeichnen die maximale Leistung, die ein E-Bike-Motor kurzzeitig abgeben kann.
Diese Werte liegen häufig deutlich über der gesetzlich relevanten Dauerleistung von 250 Watt. Genau daraus ergibt sich ein wichtiger Teil der realen Fahrdynamik moderner E-Bike-Motoren.
- Dauerleistung = gesetzlich relevante Nennleistung
- Spitzenleistung = kurzfristig abrufbare Höchstleistung
- wichtiger Faktor für Beschleunigung und Fahrgefühl
Praxis: Im Tuningbereich wird oft nur über die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung gesprochen. Tatsächlich spielt aber auch die hohe Spitzenleistung moderner Motoren eine große Rolle für das Fahrerlebnis oberhalb von 25 km/h.
SpeedBox 1.x / 2.0 / 3.x (SpeedBox)
Die Bezeichnungen SpeedBox 1.x, 2.0 und 3.x stehen für verschiedene Entwicklungsstufen der SpeedBox-Tuningmodule.
Je nach Motorplattform unterscheiden sich diese Generationen in Aktivierung, Funktionsumfang, Kompatibilität und teilweise auch in der Art der Steuerung.
- 1.x = frühere Generationen mit grundlegender Tuning-Funktion
- 2.0 = weiterentwickelte Varianten mit erweitertem Bedienkonzept
- 3.x = neuere Produktstufen mit zusätzlicher Funktions- und Systemlogik
Praxis: Die genaue Versionsnummer ist wichtig, weil sich SpeedBox-Produkte mit ähnlichem Namen technisch deutlich unterscheiden können. Maßgeblich ist immer die konkrete Motor- und Systemzuordnung. Siehe auch SpeedBox und SpeedBox App.
SpeedBox App
Die SpeedBox App ist die zu bestimmten SpeedBox-Modulen gehörende Smartphone-Anwendung, über die zusätzliche Funktionen genutzt oder Einstellungen vorgenommen werden können.
Dazu können – je nach System und Produktgeneration – etwa die Steuerung des Tuningzustands, die Anzeige von Fahrdaten oder die Feinabstimmung bestimmter Parameter gehören.
- nur bei bestimmten SpeedBox-Versionen relevant
- nicht jede SpeedBox arbeitet mit App-Anbindung
- Funktionsumfang abhängig von Motor, Produktgeneration und Systemlogik
Praxisregel: Wenn von einer SpeedBox App die Rede ist, sollte immer geprüft werden, ob das konkrete SpeedBox-Produkt diese Funktion überhaupt unterstützt. Siehe auch SpeedBox, B.Tuning und App-Modus / Hidden Mode.
Tuning-Erkennung
Tuning-Erkennung bezeichnet Mechanismen eines E-Bike-Systems, mit denen Veränderungen am Geschwindigkeitssignal oder unplausible Signalverläufe erkannt werden sollen.
Solche Erkennungslogiken spielen besonders bei neueren, softwareseitig stärker abgesicherten Systemen eine Rolle. Je nach Hersteller können Warnhinweise, Fehlercodes, Leistungsverlust oder sogar Sperren auftreten.
- erkennt unplausible Geschwindigkeits- oder Sensorsignale
- kann Warnungen, Fehlercodes oder Abschaltungen auslösen
- besonders relevant bei neueren Bosch- und Shimano-Systemen
Praxis: Tuning-Erkennung ist kein einzelnes Produktmerkmal, sondern Teil der jeweiligen Systemlogik. Deshalb ist die korrekte Zuordnung des Motors entscheidend. Siehe auch Bosch Fehlermeldungen, Shimano Fehlermeldungen und Notlaufmodus.
WALK-Taste / Schiebehilfe
Die WALK-Taste bzw. Schiebehilfe ist eine Funktion vieler E-Bikes, mit der das Rad beim Schieben motorisch unterstützt wird.
Im Tuningbereich ist sie zusätzlich wichtig, weil bei manchen Produkten die Aktivierung oder Steuerung über genau diese Taste erfolgt.
- eigentlich für die Schiebehilfe gedacht
- bei manchen Tuninglösungen Teil der Aktivierungslogik
- nicht bei allen Systemen identisch belegt
Praxis: Wenn eine Tuninglösung über die WALK-Taste gesteuert wird, muss immer die systemspezifische Bedienlogik beachtet werden.
Wall Effect (VOLspeed)
Der Begriff Wall Effect wird im Zusammenhang mit VOLspeed verwendet, um den abrupten Widerstand oder das harte Unterstützungsende an der 25-km/h-Grenze zu beschreiben.
Gemeint ist das Fahrgefühl, als würde man gegen eine unsichtbare Wand fahren, sobald die Motorunterstützung endet.
- beschreibt das harte Ende der Motorunterstützung
- betrifft das Fahrgefühl an der 25-km/h-Grenze
- ist ein wichtiger Praxisbegriff im Bereich Bosch- und anderer Mittelmotoren
Praxis: VOLspeed wird häufig auch damit beworben oder in Verbindung gebracht, dieses Fahrgefühl angenehmer und harmonischer zu gestalten. Siehe auch VOLspeed, Dynamic Mode und Alternative Mode.
Yamaha Powerdrive
Yamaha Powerdrive umfasst die gängigen Yamaha-Mittelmotoren: PW, PW-X, PW-X2, PW-X3, PW-SE, PW-ST, PW-TE und PW-CE.
Je nach Motor und Bike-Hersteller unterscheiden sich die kompatiblen Lösungen. Die Übersicht findest du unter Yamaha Powerdrive Tuning.
Siehe auch Giant SyncDrive und Interface X.
Hinweis: Getunte E-Bikes und E-Scooter sind nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Bitte beachte unsere Warnhinweise.
