Tuning-Tipps: Leitfaden für optimales E-Bike Tuning
Im EBikeTuningShop findest du hochwertige, getestete und bewährte Tuning-Produkte. Viele Lösungen sind exklusiv nur bei uns erhältlich, und bei Tuning-Chips achten wir stets auf aktuelle Firmware. Nimm dir bitte kurz Zeit für diesen Leitfaden – auch dann, wenn du dich mit dem Thema schon gut auskennst. Hier zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du das passende Tuning für dein E-Bike findest.
I. Ermittle die genaue Bezeichnung deines E-Bike-Motors – hilfreich sind Bedienungsanleitung, Datenblatt, Display und gegebenenfalls der Firmware-Stand.
II. Nutze bei Unsicherheit zuerst unsere Tuning-KI starten – sie hilft dir bei der Einordnung von Motor, System, Felgenmagnet, ABS und passender Tuning-Lösung.
III. Finde danach mit diesem Leitfaden und unserem Konfigurator das passende Tuning-Produkt.
IV. Wähle die beste Lösung für deine Ansprüche und baue sie fachgerecht ein.
Oder direkt:
Tuning-KI starten |
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1. Die genaue Bezeichnung deines Motors
Positivliste – E-Bike-Motoren, die man tunen kann
Bosch Gen5: Smart System ab 2024 (BES3)
Bosch Gen5: Smart System ab 2024 (BES3, BDU38) mit Felgenmagnet
Bosch Gen4: Smart System ab 2022 bis 2024 (BES3, BDU37) mit Felgenmagnet
Bosch Gen4/5: Smart System ab 2022 (BES3, weitere BDU) mit Felgenmagnet
Bosch Gen4: Smart System ab 2022 (BES3)
Bosch Gen4: Performance Line (+ CX) oder Cargo Line ab 2020 (BES2)
Bosch Gen3: Active Line Plus ab 2018 (BES2)
Bosch Gen2: Active oder Performance Line (+ CX) ab 2014 (BES2)
Bosch Gen1: Classic oder Classic+ Line von 2011 bis 2014 (BES1)
Anmerkung: Für Bosch-Motoren gibt es je nach Generation spezielle Empfehlungen. Zum vollständigen Bosch Tuning Leitfaden
Yamaha Powerdrive: PW-X3
Yamaha Powerdrive: PW-X, PW-X2, PW-SE, PW-ST oder PW-TE
Yamaha Powerdrive: PW
Yamaha Syncdrive: Giant Syncdrive Pro2
Yamaha Syncdrive: Giant SyncDrive Life, Core, Pro oder Sport
Yamaha Syncdrive: Giant SyncDrive C Mittelmotor ab 2014
Shimano STePS: EP-8
Shimano STePS: EP-801 und EP-6
Shimano STePS: E8000, E7000, E6100, E6000, E5000 mit und ohne elektr. Di2
Brose: Drive C, Drive T, Drive S, Drive TF oder Drive S Mag
Specialized (Brose): 1.2 E (Drive CB), 1.1, 1.2 (Drive T), 1.2 S (Drive TF), 1.3 (Drive S Alu), 2.0 E, 2.1 (Drive S Mag)
Specialized (Brose): Specialized 1.1 / 1.2 SL
Specialized (Brose): Specialized 2.0 / 2.0 E / 2.1 / 2.2
Panasonic: Mittelmotor, Multi Speed Assist, X0 oder GX0 (Ultimate), FIT1, FIT2
Impulse: 1, 2, EVO und EVO RS Mittelmotoren
Bafang: Mid Drive Mittelmotoren
TQ Systems: HPR 120S Motoren
TQ Systems: HPR 50 Motoren
Haibike Flyon: TQ Mittelmotoren
Powerplay: Rocky Mountain Powerplay Dyname 4.0 und 3.0
BionX: Antriebe ab Juni 2009 mit CanBus System
AEG: Eco Drive, Sport Drive oder Comfort Drive
Heinzmann und ELFEi V3 Mittelmotoren
Conti: E Bike Systems (CeBS)
NCM
Neodrives & Xion von Alber
Fischer: Silent Drive
Pendix: eDrive
Fazua
Polini: EP-3
OLI
BH
e-novation
Ananda
Vinka
Mahle: X35 und X35+
Wenn dein Motor in dieser Positivliste steht, kannst du nach dem Lesen des Leitfadens direkt mit dem Konfigurator starten oder die Auswahl mit unserem Vergleich weiter eingrenzen.
Negativliste – E-Bike-Motoren, die man nicht tunen kann
Viele Heckmotoren (außer Neodrives & Xion sowie Heinzmann) und im Grunde alle Frontmotoren lassen sich nicht von der Geschwindigkeitsbegrenzung befreien. Bei E-Bikes mit Automatikschaltungen (außer Di2) und/oder Dual Battery kann Tuning nur eingeschränkt funktionieren. E-Bikes mit ABS sind ebenfalls nicht entsperrbar – Ausnahme: EBTsmart Unlock Key bis 32 km/h. E-Bikes mit einer 20-km/h-Sperre solltest du nicht tunen. Alle Motoren, die nicht auf der Positivliste stehen, sind in der Regel nicht optimierbar.
2. Kaufberatung: Welches ist das beste E-Bike Tuning?
A) Eine oder mehrere Tuning-Lösungen
Gibt es nur eine kompatible Tuning-Lösung für deinen Motor, ist die Entscheidung einfach. Für viele verbreitete Antriebe stehen heute jedoch mehrere Optionen zur Auswahl.
Wenn mehrere Tuning-Produkte für dein E-Bike infrage kommen, solltest du die jeweiligen Vorteile und Einschränkungen gegeneinander abwägen. Entscheidend sind vor allem die Kategorie des Tunings und deine persönlichen Vorlieben.
B) Einbau bzw. Art des Tunings
Mit welcher Art von Tuning möchtest du dein E-Bike bedienen?
a) Software Tuning, bei dem der Motor meist über Steuergerät oder Display manipuliert wird,
b) aufsteckbare Boxen, die kontaktlos auf den Geschwindigkeitssensor gesetzt werden,
c) verbaubare Module (Chips), die sich im Motorraum befinden und Signale verändern,
d) Dongles mit abnehmbarer Wirkungskomponente,
e) Bausätze,
f) Controller oder
g) Sensoren als kompletter Sensortausch.
C) Aktivierung des Tunings
Wie lässt sich das Tuning aktivieren oder steuern? Auch hier gibt es verschiedene Ansätze:
a) per App,
b) am Display bzw. im gesamten Lenkerbereich,
c) mit externem Steuergerät,
d) über den PC,
e) per Modul mit Taster,
f) als dauerhaft aktives Modul (Still On),
g) über den Magnetsensor oder einen externen Magneten,
h) als Stecker (Dongle) oder
i) als Aufsatz (Box).
D) Korrekte Anzeige im Display
Wie werden Geschwindigkeit und Streckenwerte im Display dargestellt?
Korrekt,
geteilt /
halbiert,
eingefroren
E) Maximale Geschwindigkeit
Wie hoch ist die maximale Geschwindigkeit?
Manche Tuning-Tools heben die Geschwindigkeitsbegrenzung komplett auf, bei anderen lässt sich die Maximalgeschwindigkeit individuell einstellen (justierbar). Ab einer Motorunterstützung von über 35 km/h stufen wir das Tuning als aufgehoben ein, da die tatsächlich erreichbare Höchstgeschwindigkeit noch von vielen weiteren Faktoren abhängt, etwa Akku, Motor oder Übersetzung.
F) Zusammenfassung
Wenn du diese Punkte berücksichtigst, lässt sich die passende Tuning-Lösung meist schnell eingrenzen. Danach solltest du prüfen, welches Werkzeug und Zubehör du zusätzlich benötigst.
3. Werkzeug: Auf das notwendige Werkzeug achten!
Welche Teile deines E-Bikes musst du bearbeiten? Wenn du nur ein Display tauschen, etwas anschließen oder aufstecken musst, hält sich der Werkzeugbedarf in Grenzen. Bei Modulen, Sensoren, Bausätzen, Dongles oder Controllern kann dagegen der Griff zur professionellen Werkzeugkiste nötig sein. Prüfe deshalb immer vorab, ob der Motorraum geöffnet werden muss und welches Werkzeug du dafür brauchst.
A) Standardwerkzeug
Ein gutes Multitool sollte immer griffbereit sein. Im Shop findest du verschiedene Standardwerkzeuge, die sich für viele Arbeiten am E-Bike eignen.
B) Spezialwerkzeug
Wichtig: Bei vielen E-Bike-Motoren werden zum Einbau des Tunings Spezialwerkzeuge benötigt – meist dann, wenn der Motorraum geöffnet werden muss. Mit einem Kurbelabzieher wird der Kurbelarm gelöst, damit die Motorabdeckung entfernt werden kann.
Bei bestimmten Motoren, etwa dem Bosch Classic, ist zusätzlich ein spezielles Spider Tool nötig, um den Verschlussring am Kettenblatt zu lösen. Auch wenn du das Kettenblatt tauschen willst, ist dieses Werkzeug häufig erforderlich. Das passende Spezialwerkzeug findest du ebenfalls in unserem Shop. Besonders beliebt ist bei Bosch Gen1 und Gen2 der EBikeSpider, der zwei Spider Tools in einem Produkt vereint.
4. Weitere Optimierungsmöglichkeiten
A) Smartphone-Halterung
Zu jedem E-Bike – getunt oder nicht – gehört eine vernünftige Smartphone-Halterung für den Lenker. Gerade bei App-fähigen Tuning-Lösungen ist das besonders praktisch. Unser Tipp: das Vakuumsystem von Fidlock.
B) Größeres Kettenblatt
Nach dem Einbau des Tunings steigt die Trittfrequenz bei höheren Geschwindigkeiten oft deutlich an. Ein größeres Kettenblatt mit mehr Zähnen kann hier helfen. Einen ausführlichen Überblick findest du in unserem Kettenblatt Vergleich.
C) Längere Kette
Wenn du ein größeres Kettenblatt montierst, wird in der Regel auch eine neue Kette nötig. Häufig fehlen dann ein bis drei Kettenglieder. Zum Kürzen der neuen Kette benötigst du einen Kettennieter oder ein Multitool mit Kettenwerkzeug.
D) Luftdruck optimieren
Mit steigender Geschwindigkeit gewinnt der Rollwiderstand immer mehr an Bedeutung. Daher lohnt es sich, den Luftdruck zu optimieren – meist durch Erhöhen. Eine gute mobile Luftpumpe und ein Manometer helfen dabei. Auch Reifen mit geringerem Rollwiderstand können spürbar zur Endgeschwindigkeit beitragen.
E) Kurbellänge variieren
Für Fortgeschrittene kann auch die Kurbellänge interessant sein. Standard sind oft 170 mm, möglich sind aber auch kürzere Kurbeln bis 150 mm. Das erhöht die Bodenfreiheit und kann im Gelände Vorteile bringen.
F) Diebstahlschutz
Letzter Tipp: Ein smarter GPS-Sender hilft dir, jederzeit über Standort und Zustand deines E-Bikes informiert zu bleiben. Das ist zwar kein Tuning, aber im Alltag extrem sinnvoll.
5. Warnhinweise
Bitte immer die Warnhinweise beachten.